Warum es sich lohnt, Yoga eine Chance zu geben

Hallöchen ihr Lieben 🙂

Seit Längerem fällt mir immer wieder auf, dass lustige Annahmen und schräge Vorurteile über YOGA kursieren. Von im Kreis sitzenden, Tee trinkenden, Barfuß laufenden Menschen die hier ihresgleichen suchen bis zu Pseudosportstunden nur für Frauen wird in Yogaklassen alles erwartet.  Obwohl mir das Ganze immer wieder ein Schmunzeln entlockt, ist mir bewusst, dass genau diese Annahmen manche Menschen davon abhalten, ihren ersten Schritt in eine Yogastunde zu tun. Deshalb habe ich mir für Heute vorgenommen, mit manchen dieser Vorurteilen aufzuräumen und vielleicht den ein-oder Anderen vom Gegenteil zu überzeugen. 🙂

Ursprung des Yoga und die Ausführung im Westen

Um mit Vorurteilen aufzuräumen muss ich ein Bisschen in die Ursprünge des Yoga zurückgehen. Keine Angst, dauert nicht all zu lange also ja, ruhig weiterlesen. 🙂 Yoga stammt ursprünglich aus Indien und ist eigentlich der Weg zu sich selbst, zur Freiheit, zu Samadhi-einem Zustand, in dem Körper, Geist und Seele zu einem Ganzen verschmelzen. So wie Yoga in der westlichen Welt betrieben wird, hat es oft kaum noch etwas mit dem in Indien praktizierten Yoga gemein, es sei denn man landet in einer Kundalini Yoga Stunde, was ganz nebenbei, wie ich vor Kurzem erfahren durfte der aaaabsolute Wahnsinn ist. 🙂 Unbedingt ausprobieren wenn ihr die Gelegenheit habt.

Aber zurück zum Thema. Yoga wurde für uns „verwestlicht“. Es wurde zum Teil wirklich zum Workout gemacht, mit anderen Sportarten vermischt und hielt Einzug in die Fitnessstudios. Aber wie gesagt nur zum Teil. Es gibt mittlerweile wirklich viele gute Yogastudios, die den Sinn und den Spirit des Yoga trotz aller Anpassung an unsere westliche Welt lehren und weitergeben. Abgesehen davon möchte ich alle anderen Arten des Yoga hier keinesfalls negativ behaften. Ich vermische selbst zum Beispiel liebend gerne mal meine Yogapraxis mit ein paar Fitnessübungen.

Wie und Wofür

 Yoga besteht im Groben aus Asanas (den körperlichen Übungen), Pranayama (Atemtechniken) und natürlich einem meditativen Teil. (Alle Yogis und Yoginis die einen genaueren Einblick in diese Materie haben mögen mir verzeihen, ich vereinfache hier sehr ) Es gibt sehr, sehr viele unterschiedliche Yogastile, von denen sich jeder und jede den individuell Passenden heraussuchen kann. Vom Yin-Yoga, welches sehr entspannend und restaurativ ist (trotzdem auch körperlich herausfordernd sein kann) bis zum Vinyasa Flow (anstrengender und flotter) ist für alle was dabei.

Was mich persönlich am Yoga unter anderem so begeistert, ist genau diese Vielfalt. Yoga ist für Körper, Geist und Seele. Auf dem Yoga Weg bekommen wir die Möglichkeit, diese drei zu vereinen. Eine perfekte Yogastunde für mich ist sowohl anstrengend als auch entspannend, sie erdet mich, beruhigt meine Atmung, holt mich ganz in den Moment, lässt mich den Alltag vergessen und entschleunigt absolut.

„Es geht darum, sich selbst etwas Gutes zu tun und sich wohl zu fühlen“

In einer Yogaklasse geht es darum, dass wir uns wohl fühlen und uns etwas Gutes tun. Somit kann sich jeder und jede selbst fragen, was denn eigentlich gewünscht ist. Warum war die Überlegung überhaupt da, Yoga auszuprobieren?

Körperliche Probleme und Beschwerden? Absolut richtig beim Yoga- natürlich immer mit Absprache mit dem oder der YogalehrerIn. Stress im Alltag und keine Zeit für sich selbst- immer her damit-you will love it! (Sollte das einer eurer Gründe sein, lest euch doch mal meinen Post „5 Tips für mehr Achtsamkeit und Selbstfürsorge im Alltag“ durch) Eine regelmäßig durchgeführte Yogapraxis mit viel Pranayama (Atemtechniken) hilft auch nachweislich bei psychischen Erkrankungen wie zum Beispiel Angst-Panikstörungen. Natürlich ist Yoga auch was für Fitnessfreaks die sich einen Ausgleich oder mehr Flexibilität wünschen. Denn jede Yogastunde kann auch sehr anstrengend und herausfordernd gestaltet werden 🙂

Tee trinken und Barfuß laufen

Jaaaaaa in manchen Studios wird am Ende der Stunde doch tatsächlich Tee gereicht. :)Es muss sich aber natürlich niemand verpflichtet fühlen, diesen auch zu trinken. Es geht hier einfach darum, dass man nach der Praxis noch die Möglichkeit hat, sich kurz auszutauschen und langsam wieder zurück in den Alltag zu finden.

Zum Barfuß laufen im engeren Sinne-jep, Yoga wird barfuß praktiziert. Im weiteren Sinne- Yogis und Yoginis sind Menschen wie alle anderen auch- sie haben für sich einen Ausgleich und eine Praxis gefunden, die ihnen gut tut. Gerade jetzt, wo Yoga ein absoluter Trend ist und die Yogastudios sprießen ist Yoga „gesellschaftstauglich“ geworden. Mann und Frau können also getrost Yoga praktizieren ohne als komisch zu gelten und Yoga hat den Zusatzbonus, dass es euch irgendwann egal sein wird, was Andere denken, da ihr zu euch selbst finden könnt und lernen werdet, über was Gedanken zu machen sich wirklich lohnt. 🙂

Yoga ist nur für Frauen 

Weit gefehlt! Yoga wurde ursprünglich NUR von Männern praktiziert. Erst hier im Westen ist es nach und nach zu einem „Frauending“ geworden. Trotzdem gibt es auch hier Männer, die den vorgefertigten Meinungen trotzen und sich in eine Yogastunde wagen. Noch nie habe ich von einem von ihnen gehört, dass es nicht gefällt. Was ich oft höre ist, dass sie sich zu wenig beweglich finden oder dass es nicht so ihre „Sportart“ ist. Letztendlich sagt aber fast jeder, dass es eigentlich gut tue. Ich freue mich jedenfalls immer, auch männliche Teilnehmer im Kurs zu haben. 🙂

Der Mythos des „ Beweglich sein müssens“

Um Yoga zu praktizieren muss man kein „Gummi“ sein. Im Yoga geht es auch nicht darum, wer beweglicher ist, wer was länger halten kann oder wer schon wie lange dabei ist. Yoga ist nur für einen selbst. Yoga ist kein Wettkampf, kein „Sport“ im herkömmlichen Sinne, in dem es um Leistung geht. Es geht nur darum, dir und deinem Körper etwas Gutes zu tun. Jeder Körper ist individuell und dafür ist im Yoga Platz.

Beweglichkeit und Kraft kommen mit der Zeit und mit einer regelmäßigen Praxis.

Ich hoffe ich konnte euch hiermit einen kleinen Einblick geben und vielleicht sogar den benötigten Schubs, euch für eure erste Yogastunde einzuschreiben. Probiert euch doch ein Bisschen durch bis ihr euren Stil gefunden habt- viel Spaß und vielleicht sehen wir uns ja demnächst auf der Matte. 🙂

Namasté

eure Mel

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