Achtsamkeit und Self-Care: Schwangerschaft und Wochenbett

Hallo ihr Lieben, und herzlich Willkommen zurück.

Ich weiß, es war die letzten Monate sehr still hier, was vor allem daran lag, dass wir Nachwuchs bekommen haben. 🙂 Unser Sohnemann ist mittlerweile fast 4 Monate alt, und ich schaffe es allmählich, ein bisschen Struktur in meinen Alltag zu bringen, und wieder die Zeit zum Schreiben zu finden. Die Schwangerschaft und die ersten Monate nach der Geburt waren sehr intensiv, und ich durfte sehr viel lernen, auch über mich selbst. Daher gibt´s jetzt hier einen neuen Beitrag zur Rubrik Achtsamkeit und Self-Care, denn Teilen macht ja bekanntlich Spaß. 🙂

Die Schwangerschaft, ebenso wie die Zeit des Wochenbetts, sind sehr intensive Monate für uns Frauen, und ich habe so einige Erkenntnisse gewonnen, die ich gerne mit euch teilen würde. Außerdem habe ich die eine oder andere Achtsamkeits- oder Entspannungsübung für euch dabei… für die besonderen Momente. 🙂 Glaubt aber keinesfalls, dass ich all das bereits zu Beginn meiner Schwangerschaft gewusst hätte, im Gegenteil, ich hatte sehr mit mir zu kämpfen, und wäre froh, manche Dinge früher gewusst zu haben, aber wie sagt man so schön – besser spät als nie.

Veränderung in der Schwangerschaft – Tipps und Achtsamkeit

Ich weiß es gibt da draußen Frauen, für die es nichts Schöneres gibt, als schwanger zu sein. Ich freue mich aufrichtig für diese Mädels, leider gehöre ich nicht dazu, und ich kann mir vorstellen, dass es da noch ein, zwei Damen gibt, die mit mir fühlen. Leider hatte ich das Pech, dass mir ca. ab der 6ten Woche dauer-schlecht war, was nicht zu meinem Wohlbefinden beigetragen hat. Die Dinge, mit denen ich aber eher im Struggle war, waren die massive Veränderung meines Körpers in so kurzer Zeit, und die Einschränkungen, die diese mit sich brachten. Damit ihr mich aber nicht falsch versteht, das kleine, süße Ergebnis der ganzen Prozedur, ist alle Mühe wert, und die Liebe trifft einen in dem Moment, in dem man sein Baby zum ersten Mal im Arm hält quasi instant, und lässt einen wohl nie wieder los. Trotzdem gibt es Situationen, in denen alles nicht so einfach ist, und genau für diese, gibt`s jetzt ein paar Tipps.

Dein Körper verändert sich – sei dankbar

Während Anfangs nur die Brüste wachsen, was ja ganz nett ist :), beginnen besonders hochgeschnittene Hosen ziemlich bald ziemlich eng zu werden, und man legt an Gewicht zu. Nicht vergessen, das ist wunderbar, denn das alles passiert, weil da ein kleines Wesen in uns wächst. Trotzdem fällt diese rasante Veränderung nicht leicht. Wenn dann auch noch Kurzatmigkeit oder andere Begleiterscheinungen auftreten, bekommt man schnell das Gefühl, nicht mehr die zu sein, die man immer war. Dies außerdem nicht nur optisch, sondern auch durch die vermeintlich nachlassende Leistungsfähigkeit des Körpers. Dieser hat nun mal auch einfach anderes zu tun – er entwickelt nämlich ein Baby. 🙂

Ich fand es nicht immer ganz einfach, mit diese Tatsache bewusst zu machen, und war besonders in den ersten Monaten meiner Schwangerschaft mehr damit beschäftigt, was alles nicht mehr geht, als damit, was mein Körper eigentlich gerade leistet. Auf Dauer macht das aber was mit der Grundstimmung, und obwohl ich mich immer auf unseren kleinen Mann gefreut habe, auch mit der Einstellung gegenüber der Schwangerschaft. Als mir das klar wurde, habe ich gezielt an meiner Sichtweise gearbeitet, und bin am Ende zum Schluss gekommen, dass ich es zwar nach wie vor nicht bequem finde, mein Körper allerdings Außergewöhnliches leistet, und ich dafür sehr dankbar bin. Ich habe meinem Körper bewusst erlaubt, die Veränderungen an sich vorzunehmen, die zum Wohl des Babys nötig sind. 🙂 Eventuell hilft euch die folgende Achtsamkeitsübung, das Selbe zu tun.

Achtsamkeitsübung: Honour your Body

Suche dir einen Ort, an dem du ungestört bist, und dich wohl fühlst. Mach es dir hier bequem, dabei ist es egal, ob du sitzt oder liegst. Schließe die Augen, und atme dreimal tief ein, und wieder aus. Konzentriere dich nun ganz auf deinen Körper. Spür, wie er sich anfühlt. Mach dir bewusst, dass das du bist, eventuell in einem anderen Zustand, aber immer noch du. Spüre deine Zehen, deine Finger, deine Arme und Beine, jeden Teil deines Körpers. Eventuell kannst du sogar dein Baby spüren. Versuche ganz im Moment zu sein, wenn du abschweifst, komm einfach wieder zurück zu deinem Körper. Und dann mach dir bewusst, was für ein Wunder er gerade hervor bringt, wie viel Energie er dafür aufbringen, und mit welcher extremen Veränderung er klar kommen muss. Und dann sag deinem Körper, wie dankbar du ihm bist, wie stolz du bist, dass er, also du, dazu in der Lage ist. Wenn es für dich Zeit ist, atme wieder dreimal tief ein- und aus, und beende die Übung.

Schwangerschaftsgelüste – lass sie gewähren …

Die die mich kennen wissen, dass ich immer sehr auf meine Ernährung geachtet habe. Für mich war klar, dass ich auch in der Schwangerschaft nichts daran ändern würde, schließlich sollte ja das, was für mich gesund ist, auch gesund für mein Baby sein. Leider haben mir da meine Schwangerschaftsgelüste, und die anhaltende Übelkeit, einen fetten Strich durch die Rechnung gemacht. Ich bekam Brechreiz, wenn ich nur gebratenes Gemüse roch, Salat schmeckte nach Nichts, und meine geliebten Datteln mit Erdnussmus waren so unattraktiv wie nie. Am Liebsten hätte ich mich von Schokolade, Pizza und Pommes ernährt, mit einem hin und wieder aufflammenden Riesendurst auf Orangensaft.

Damit wären wir beim nächsten Thema, das nicht ganz so einfach ist. Das schlechte Gewissen wegen „unpassender“ Ernährung. Doch was ist schon unpassend? Natürlich hätte ich durch gesündere Ernährung eventuell ein paar Kilo weniger zugenommen, doch mal ehrlich, wahrscheinlich hätte ich dann wiederum zu wenig zugenommen, da ich auf nichts anderes Lust hatte, und von irgendwo muss nun mal die Energie kommen, durch die das Baby wachsen kann. Erst in der 24 SSW hat sich mein Ernährungsverhalten etwas normalisiert, trotzdem konnte ich problemlos 3 Manner-Schnitten nacheinander verdrücken – und es war guuuuut. 🙂 Unser Körper sagt uns in dieser Zeit ganz klar, was er braucht, und ich habe gelernt, das zu akzeptieren. Gönnt euch also in diesen Monaten auch mal eine Phase, mit etwas mehr Zucker, und lasst es euch guten Gewissens GUT gehen.

Und dann wäre da noch Social Media in der Schwangerschaft…

Ein Thema, das mich besonders während meiner Schwangerschaft sehr unter Druck gesetzt hat. Vor allem Instagram hat mich sehr dazu verführt, Profile von anderen Schwangeren zu besuchen. Die Neugierde war einfach zu groß. Wunderschöne Mamis, die bis zum 9ten Monat joggen gehen, die tollsten Klamotten tragen, nur gesundes Zeug essen, und die modernsten Baby-Themen diskutieren, sorgten für Unsicherheit bei mir. Nicht nur das, ich begann mich zu vergleichen, und hatte ständig das Gefühl, irgendeiner Illusion das Wasser reichen zu müssen. Ein sehr unangenehmes Gefühl, vor allem aber nicht förderlich für den Gemütszustand in der Schwangerschaft. Ich selbst, habe besonders Instagram irgendwann den Rücken gekehrt, worauf es mir sofort besser ging. Für die, die das aus unterschiedlichen Gründen nicht können, gibt´s hier nochmal eine kleine Achtsamkeitsübung.

Achtsamkeitsübung: Stay True

Egal wo du bist, schließe für einen Moment deine Augen und atme tief durch. Mach dir bewusst, wo und wer du bist. Du bist du. Du machst die Dinge sehr gut, genau so wie du sie machst. DU BIST GENUG. Du brauchst dich nicht zu vergleichen. Die Profile die du über Social Media findest, sind Momentaufnahmen, wer weiß, wie es dahinter wirklich aussieht. Du machst die Dinge auf deine eigene Weise perfekt. SEI DU SELBST. Atme nochmal tief ein-und aus, und beende die Übung.

Die Zeit des Wochenbetts – Self-Care Zeit

Die Zeit des Wochenbetts war für mich sehr emotional, und natürlich wieder mit vielen Veränderungen verbunden. Während ich bereits beim anschauen unseres Babys vor Freude Tränen vergießen konnte, löste eine traurige Fernsehwerbung dicke Krokodiltränen aus. 🙂 Während diese Emotionalität wohl normal ist, hatte ich zudem Schwierigkeiten zu akzeptieren, dass ich körperlich noch nicht zu 100% fit, und daher auf Hilfe angewiesen war. Und im „Nach Hilfe fragen“, bin ich ehrlicherweise eine Niete. 🙂 Doch auch hier habe ich dazu gelernt, und zwar für´s Leben.

Im Wochenbett ist man als Frau so emotional wie nie, und muss sich mit einer völlig neuen Situation auseinandersetzen: Man hat jetzt ein Baby. Ein Lebewesen, für das man sorgen muss, und für das man nur das Beste will. Obwohl man körperlich noch geschwächt ist, sieht man bereits die anstehenden Arbeiten zu Hause, und muss sich noch auf das neue Leben mit Baby einstellen. Alles unter einen Hut zu bringen erfordert Zeit, und muss sich erst einpendeln. Keine Angst, auch wenn es sich Anfangs nicht so anfühlt, auf kurz oder lang wird dies der Fall sein, und ihr werdet absolute Profis. Bis dahin jedoch, lasst euch Zeit, und schaut euch die folgenden Tipps für die Zeit des Wochenbetts an.

Tipps für´s Wochenbett:

  • Empfangt so wenig wie möglich Besuch zu Hause, den ihr bewirten müsst, oder informiert die Besucher zumindest darüber, dass sie sich ihren Kuchen mitbringen, und die Getränke selbst holen müssen. 😉
  • Nehmt jede Hilfe an, die ihr kriegen könnt, auch wenn es euch nicht leicht fällt. Sei es, dass ihr jemanden einkaufen schickt, euch jemand den Abwasch macht, Wäsche wäscht, oder den Boden wischt. Diese Dinge könnt ihr noch früh genug selbst machen.
  • Seid stolz auf euch und eure Körper, und auf das, was ihr geleistet habt, Ihr habt die Ruhe verdient, und braucht Zeit euch zu erholen.
  • Erwartet erstmal gar nichts von euch selbst, und der neuen Situation. Ihr werdet die Dinge noch früh genug wieder selbst in die Hand nehmen können, und je mehr Erholung ihr euch gönnt, desto schneller wird dies wieder der Fall sein.
  • Nehmt euch so viel Zeit wie möglich, um euer Neugeborenes zu bewundern, und einfach nur Mama zu sein. 🙂

Ihr Lieben, ich hoffe, ich konnte euch damit einen kleinen Input, und ein paar nützliche Tipps dalassen. Allen werdenden Mamis wünsche ich nur das Beste, kümmert euch gut um euch selbst. Alle die bereits Kinder haben, dürfen gerne in den Kommentaren ihre Erfahrungen teilen, ich würde mich freuen. Natürlich freue ich mich auch über Fragen oder Anregungen.

Macht´s gut, und seid Achtsam. <B

2 Kommentare zu „Achtsamkeit und Self-Care: Schwangerschaft und Wochenbett

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